Ensemble

Das Trio Cammerton interpretiert Musik vom Barock bis zur frühen Romantik. Die Musikerinnen spielen historische Instrumente der jeweiligen Epoche wie das Chalumeau, eine barocke „Schwester“ der Klarinette, das Fagott oder den Hammerflügel. Mit diesen gestalten Sie abwechslungsreiche Programme vom Solospiel über die barocke Triosonate und das Holzbläserduett bis hin zum romantischen Trio.

„Cammerton“ bezeichnet den Ton, auf den alle Instrumente eines Ensembles gemeinsam einstimmen. Bevor dieser 1939 einheitlich festgelegt wurde, hat man regional und je nach Musik-Typ auf unterschiedliche Töne eingestimmt. Orgeln in Kirchen waren zum Beispiel meistens höher gestimmt als Cembali an Höfen. In Italien war der Stimmton höher als in Frankreich. Heute wird in der historischen Aufführungspraxis für jede Epoche ein anderer „Cammerton“ benutzt und so spiegelt der  Name die Vielseitigkeit des Ensembles wider.

Barbara Adamczyk, Karin Gemeinhardt und Jānis Tretjuks beschäftigen sich seit Jahren mit historischer Aufführungspraxis – sowohl solistisch als auch in verschiedenen Orchestern wie der Akademie für Alte Musik Berlin oder der Kölner Akademie. Gemeinsam ist ihnen die Liebe zur Kammermusik.

2012 gab das Trio sein internationales Debut beim Utrecht Early Music Fringe Festival. Außerdem konnte es sich neben fünf anderen Ensembles für die International Young Artists Presentation des AMUZ Festival van Flaanderen Antwerpen qualifizieren.

 

Barbara Adamczyk

Barbara Adamczyk

Barbara Adamczyk wurde in Südpolen geboren. Sie legte ihr Musikabitur im Fach Klavier mit Auszeichnung ab und entschied sich dann ganz für die Alte Musik. In der  Cembaloklasse von Prof. Marek Toporowski an der Hochschule für Musik Kattowitz machte sie ihr Diplom. 2007 schloss sie ein weiteres Studium bei Prof. Marieke Spaans an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen ab. Zusätzlich qualifizierte sie sich durch Meisterkurse bei Christian Rieger, Lars Ulrik Mortensen, Jesper Christensen, Christine Schornsheim, Bart van Oort und anderen.

Seit 2008 ist Barbara als Lehrbeauftragte für Cembalo-Korrepetition an der Hochschule in Trossingen tätig und korrepetiert außerdem bei Meisterkursen und Wettbewerben. Sie konzertiert mit Künstlern wie Reinhard Goebel, Lorenz Duftschmid, Anton Steck und Linde Brunmayr-Tutz und verschiedenen Ensembles.

Mit dem Trio Cammerton macht sie ihren Traum wahr und beschäftigt sich intensiv mit ihrem Lieblingskomponisten Carl Philipp Emanuel Bach.

Karin Gemeinhardt

Studioline Bremen 13

Karin Gemeinhardt begann ihre musikalische Ausbildung mit der Blockflöte in ihrer Heimatstadt Passau. Während des Studiums bei Prof. Karel van Steenhoven in Karlsruhe erfüllte sie sich einen lang gehegten Wunsch und fing an, Barockfagott zu spielen. Aus der Neugier wurde bald Liebe zu diesem Instrument. Karin wechselte an die Musikhochschule Trossingen, um historische Fagottinstrumente bei Eckhard Lenzing zu studieren. 2014 beendete sie ihr Masterstudium in Bremen bei Christian Beuse.

Sie spielt mit verschiedenen Orchestern wie dem Freiburger Ensemble Chapelle de la Vigne oder der Akademie für Alte Musik Berlin auf unterschiedlichen Instrumenten vom Dulzian bis zum romantischen Fagott. Außerdem wirkte sie mit Ars Antiqua Austria, Cantus Cölln u.a. bei zahlreichen Radio- und CD-Produktionen mit. 2012 war Karin Mitglied des European Union Baroque Orchestras und 2013 wurde sie als Teilnehmerin des expirience scheme des Orchestra of the Age of Enlightenment ausgewählt. Im Sommer desselben Jahres debütierte sie als Solistin mit der Akademie für Alte Musik Berlin.

Janis Tretjuks

foto3_1Janis Tretjuks stammt aus Riga in Lettland. Dort studierte er bei Gunars Klavins, Professor Sigurds Circenis und Martins Circenis. Im Herbst 2011 wechselte er an die Staatliche Hochschule für Musik Trossingen zu Prof. Chen Halevi. Dort entdeckte er den wunderschönen Klang der historischen Klarinetten und Chalumeaux und erhält Unterricht bei Ernst Schlader.

Neben der Alten Musik ist Janis auch begeisterter Neue Musik-Interpret. 2008 spielte er unter Andris Veismanis das Solo “One more Weber opera” von Peteris Plakidis beim Internationalen Jugendorchesterfestival in Neubrandenburg. 2013 trat er als Solist mit Scott McAllister’s “Freebirds” unter Martins Ozolins in Riga auf und nahm am  8. Rolandseck Festival Künstler-Ich mit einem Werk von Christian Spitzenstätter teil.

Kammermusikalisch spielt er neben dem Trio Cammerton mit verschiedenen Ensembles wie dem Calamus Consort. Bereits mehrmals konnte man ihn als Solist mit dem Lettischen Kammerorchester Sinfonieta Riga hören.